Beachhandball-Nationaltorwart verstärkt Konstanz

Foto: Peter Pisa

2.Bundesliga
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Nach zahlreichen frühzeitigen Vertragsverlängerungen steht auch der erste Neuzugang der HSG Konstanz für die kommende Saison fest. Aus der eigenen U23 wird Torhüter Moritz Ebert fest in den Zweitliga-Kader aufrücken und hat einen neuen Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2022 unterzeichnet.

Der Beachhandball-Nationaltorwart ist ein echtes Konstanzer Eigengewächs, in der größten Stadt am Bodensee geboren und hat seit 2005 alle Jugendmannschaften
seit den Minis bei der HSG durchlaufen.
Das erst 19 Jahre alte Talent steht somit für den erfolgreichen Konstanzer Weg und die von der Handball-Bundesliga mit dem Jugendzertifikat ausgezeichnete
„exzellente Jugendarbeit“. Bereits als A-Jugendlicher war Ebert einer der Garanten für den Oberliga-Aufstieg der U23 und konnte in der letzten Spielzeit in seinem
hinsichtlich des Alters ersten Jahr bei den Aktiven als Leistungsträger viel zum guten dritten Platz der Zweitliga-Reserve beitragen. In zwei Drittliga-Einsätzen und
stetigen Trainingseinheiten konnte er auch schon in der ersten Mannschaft sein Potenzial unter Beweis stellen. Dementsprechend glücklich zeigt sich Andre Melchert über die Entwicklung des Schlussmannes: „Moritz ist ein extrem motivierter Torwart, der unbedingt etwas erreichen will.“ Mit der deutschen Jugendnationalmannschaft holte er bereits Bronze und Gold bei der Beachhandball-Europameisterschaft und wurde zweimal als bester Keeper des Turniers ausgezeichnet. Nahtlos folgte die Berufung in die Herren-Nationalmannschaft des DHB.

„Er hat in der U23 immer seine Leistung gebracht“, lobt der Konstanzer Sportchef und sieht sich bestätigt: „Dafür machen wir die intensive Arbeit in der Jugend und
Anschlussförderung. Solche Talente zu entwickeln und hochzuziehen ist das Ziel.“ Bei Moritz Ebert ist dies hervorragend gelungen. Er soll den Platz von Simon Tölke,
der im Sommer zu seinem Heimatverein VfL Pfullingen zurückkehren wird, einnehmen. Die Vorfreude beim 1,89 Meter großen Keeper, der an der mit der HSG
kooperierenden Exzellenzuniversität Konstanz Wirtschaftswissenschaften studiert, ist bereits greifbar. „Ich freue mich riesig“, sagt der junge Mann, „dass mir das
Vertrauen geschenkt wird. Ich möchte mich weiterentwickeln und Zweitliga-Luft schnuppern.“ Dass es dazu nächste Saison kommt, davon ist der Blondschopf überzeugt. Die letzten Spiele vor dem Jahreswechsel – mit Ausnahme des Duells mit Hüttenberg – machen ihn zuversichtlich. „Wir sind eine verschworene Truppe, die sich durch dick und dünn kämpft. In der zweiten Hälfte der Hinrunde gab es schon einen kleinen Lauf, in dem mehr Punkte geholt wurden.“ So sei jetzt die nötige „Abgezocktheit“ mit dabei, die mehr Punkte im Kampf um den Klassenerhalt bringen werde, ist der Konstanzer sich sicher.

Ebert selbst möchte dann ab nächster Saison mit seiner guten Beweglichkeit und Antizipation und viel Kommunikation mit der Deckung seinen Teil dazu beitragen und weiter viel Erfahrung sammeln. „Ich würde mich als sehr explosiven Torwart beschreiben, der den Schützen auch mal schnell entgegen kommt, um den Winkel klein zu machen“, lächelt der Rechtshänder. Und als einen, der gerne schnell nach vorne spielt. Als „Quarterback“ sozusagen, der abwägt, wann er die erste Welle und die schnellen Außen sucht und wann es ratsam ist, etwas Ruhe in das Spiel zu bringen. Dass ihm ein großer Schritt bevorsteht, ist dem Nationalspieler klar. „Ich nehme die neue Herausforderung gerne mit vollem Engagement und Willen an. Mit Matthias Stocker hatte ich in der U23 einen überragenden Trainer, der mich persönlich sehr weiterbracht und auf mich gebaut hat. Jetzt möchte ich den nächsten Schritt gehen.“

In der 2. Bundesliga. Nachdem 2005 alles mit den ersten Schritten bei den Minis der HSG begonnen und es ihm im Tor auf Anhieb gut gefallen hatte. Eine gute Wahl,
denn bald durfte er gar nicht mehr heraus. Ebert: „Torwart ist eine spannende Position.“ Spannend – das dürfte auch seine neue Aufgabe werden. Die Freude auf
einen echten Konstanzer ist bei den Vereinsverantwortlichen jedenfalls bereits ebenso groß.

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