Erneut illustres Teilnehmerfeld

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Die Zusammenstellung der Teilnehmerfelder für den am 4. und 5. Januar 2020 stattfindenden 36. Harz Energie-Silvestercup der Handballspielgemeinschaft (HSG) Rhumetal sind längst abgeschlossen, alle weiteren vorbereitenden Arbeiten sind erledigt oder befinden sich in der finalen Phase.

„Es könnte im Prinzip morgen schon losgehen!“, berichtet der langjährige Turnierleiter Mathias „Zange“ Zänger. Traditionell wird das Turnier, das im kommenden Jahr seine 36. Auflage erfahren wird, aber erst am ersten Wochenende des neuen Jahres in der Burgberg-Sporthalle in Katlenburg (Landkreis Northeim) ausgetragen. Dem Turnierchef ist es erneut gelungen, sehr attraktive Teilnehmerfelder für beide Turniertage zu verpflichten. Dabei spielen die teilnehmenden Mannschaften wie schon in den vergangenen Jahren in zwei unterschiedlichen Leistungsklassen um die Siegerpokale und um attraktive Geldprämien.

Allerdings dauerte es einige Zeit, ehe für beide Turniere die endgültigen Zusagen der teilnehmenden Mannschaften eintrafen. „Wie immer macht uns die Spielpause rund um Weihnachten und Silvester etwas zu schaffen. Bedingt dadurch haben viele Mannschaften ihre Mannschaftskader am ersten Januar-Wochenende noch nicht komplett und verzichten daher auf eine Teilnahme“, verrät Zänger. „Nur zu gern hätten wir wieder die 2. Mannschaft des SC Magdeburg in der Burgberghalle begrüßt, denn die Zuschauer aus unserer Gemeinde hätten sich über ein Wiedersehen mit dem aus dem Rhumetal stammenden Handballtalent und U19-Vizeweltmeister Lukas Diedrich im Tor der „SCM Youngsters“ sicherlich sehr gefreut. Erfreulicherweise haben aber viele andere Teams unser Turnier in bester Erinnerung und auf unsere Einladung sofort zugesagt, sodass wir den Zuschauern am 4. und 5. Januar tolle Teilnehmerfelder präsentieren können.“ Besonders stark hoffen die heimischen Handballfans in diesem Jahr auf den Auftritt von Nils Eichenberger, der mit seinem Vinnhorster Team den Siegerpokal gern ein zweites Mal nacheinander gewinnen möchte. Der gebürtige Wachenhäuser, dessen Elternhaus nur wenige hundert Meter von der Burgberghalle entfernt steht, hat bei der HSG Rhumetal dereinst das Handball-Einmaleins erlernt, ehe es ihn über die Stationen Hildesheim und Springe nach Vinnhorst verschlug.

Allerdings wird dieses Unterfangen dem Neu-Drittligisten aus dem Norden der niedersächsischen Landeshauptstadt garantiert nicht leicht fallen. Mit dem Titelverteidiger aus Vinnhorst, der in diesem Jahr erneut sehr spielstarken A-Jugend der Füchse Berlin, dem GSV Eintracht Baunatal sowie dem Dessau-Roßlauer HV bewerben sich vier echte Spitzenteams um den Turniersieg. Die Oberligahandballer aus Stadtoldendorf und die 1. Herrenmannschaft der HSG Rhumetal werden sich mächtig strecken müssen, um gegen diese Klassemannschaften zu bestehen.

Als eine Selbstverständlichkeit haben die Handballer vom Neu-Drittligisten TuS Vinnhorst ihre Teilnahme am Silvestercup angesehen, denn die Mannschaft möchte natürlich ihren Pokalsieg vom Januar 2019 wiederholen. In der letzten Ausgabe des Turniers hatten die ambitionierten Handballer aus der Region Hannover den vorherigen Seriensieger, die Bundesliga-A-Jugendmannschaft der Füchse Berlin, in einem spannenden Finalspiel entthronen können. Den Vinnhorstern ist inzwischen das Kunststück gelungen, innerhalb von vier Jahren drei Meistertitel einzufahren und aus der Landesliga bis in die 3. Bundesliga aufzusteigen. Aktuell rangiert der Aufsteiger schon wieder in der Spitzengruppe der 3. Liga Nord-Ost. Das erklärte und sehr ambitionierte Ziel der TuS-Handballverantwortlichen ist, sich langfristig in der Region Hannover als zweite Kraft hinter der TSV Burgdorf-Hannover zu etablieren.

Allerdings möchte sich auch der Berliner Handball-Nachwuchs den Silvestercup-Titel nur zu gern wieder zurückholen. Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning, der die Handballtalente aus der Bundeshauptstadt auch als Trainer fast in jedem Spiel persönlich betreut, nutzt den Silvestercup seit einiger Zeit, um sich mit seiner Mannschaft auf die Rückrunde in der A-Jugend-Bundesliga vorzubereiten. Als erklärtes Ziel möchten die „Jungfüchse“ – die ihre Vorrundengruppe in der Jugendhandball-Bundesliga Ost ohne Punktverlust gewinnen konnten – den Titel bei ihrer vierten Turnierteilnahmen zum dritten Mal gewinnen. Das Team von Trainer-Ikone Hanning wird auch beim Turnier 2020 mit einer jungen Mannschaft, gespickt mit zahlreichen hoffnungsvollen Handballtalenten, an den Start gehen und erhofft sich durch die Turnierteilnahme den nötigen Schwung, um auch die Meisterrunde der Jugend-Bundesliga erfolgreich zu bestreiten.
Nach einer zweijährigen Pause wird auch der in der 3. Bundesliga Mitte beheimatete GSV Eintracht Baunatal seine Visitenkarte in der Burgberghalle abgeben. Auch die Nordhessen wollen die vier Turnierspiele gegen durchweg starke Gegner nutzen, um ihre Form für die Rückrunde zu stabilisieren. Nach einem anfangs nur wenig zufriedenstellend verlaufenen Beginn der Hinserie haben die VW-Städter ihre Leistung mittlerweile stabilisiert und rangieren auf dem 8. Tabellenplatz in der 3. Bundesliga Mitte.
Ende Oktober traf dann auch die Zusage zur Turnierteilnahme vom Dessau-Rosslauer HV 06 beim Turnierleiter Mathias Zänger ein. „Auch die Dessauer sind bei unserem Turnier ,Wiederholungstäter‘ – wenn auch ihre letzte Teilnahme schon ein paar Jährchen zurückliegt. Mit den Muldestädtern nimmt ein weiterer spielstarker Drittligist an unserem Traditionsturnier teil. Die Sachsen-Anhaltiner stehen derzeit mit nur zwei Verlustpunkten an der Spitze der 3. Bundesliga Nord-Ost. Ihre erste Saisonniederlage mussten sie vor Wochenfrist mit 26:32 beim Tabellenzweiten Empor Rostock hinnehmen. Gemessen am den aktuellen Tabellenständen geht das Dessau-Rosslauer Handballkollektiv sogar als Favorit in das Turnier. Trainer Uwe Jungandreas und sein Team wollen den hochkarätig besetzten Silvestercup nutzen, um sich auf die eine Woche später beginnende Rückrunde der 3. Liga vorzubereiten.

Die Mannschaft der gastgebenden HSG Rhumetal hat beim A-Turnier am Samstag traditionell einen sehr schweren Stand. Als einziges in der Verbandsliga Niedersachsen beheimatetes Team muss es sich durchweg mit klassenhöheren Gegnern aus der Oberliga Niedersachsen, der A-Jugend-Bundesliga und der 3. Liga messen. Das Handballkollektiv des neuen HSG-Trainers Uwe Falkenhain will aber auch beim kommenden Turnier an die stets guten Vorstellungen der letzten Jahre anknüpfen, in denen sich die HSG’er in fast allen Spielen als ebenbürtiger Gegner präsentierten und sogar den einen oder anderen Prestigeerfolg landen konnten.
Als sechste Mannschaft komplettiert der Niedersachsen-Oberligist TV 1887 Stadtoldendorf das Teilnehmerfeld. In der letzten Saison war die Mannschaft von Trainer Dominik Niemeyer noch Punktspielgegner der HSG Rhumetal in der Verbandsliga Niedersachsen und belegte hinter dem TV Jahn Duderstadt in der Endabrechnung den zweiten Tabellenplatz, der ebenfalls zum Aufstieg in die Oberliga berechtigte. In der neuen Spielklasse benötigten die TVer allerdings fünf Spiele Anlauf, ehe ihnen am Reformationstag der erste doppelte Punktgewinn gelang. Ausgerechnet im Nachbarschaftsderby beim VfL Hameln setzten sich die Stadtoldendorfer mit 24:17 souverän durch. Mittlerweile stehen nach dem 21:17-Sieg gegen die HSG Plesse-Hardenberg schon vier Punkte auf der Habenseite. Auch die Niemeyer-Schützlinge beziehen den Silvestercup in ihre Vorbereitungsphase auf die Oberliga-Rückrunde ein und hoffen durch die Spiele gegen die durchweg spielstarken Kontrahenten, spielerisch einen entscheidenden Schritt nach vorn zu gehen, um die nötigen Punkte für den Klassenverbleib möglichst schnell zu sichern.


Auch beim Silvestercup-B-Turnier, das am Sonntag an gleicher Austragungsstätte um 10 Uhr beginnt, ist die Liste der teilnehmenden Mannschaften von lokaler Prominenz. Sechs Mannschaften, die allesamt in verschiedenen Landesligen in Niedersachsen und Hessen beheimatet sind, haben ihre Teilnahme zugesagt.
An erster Stelle zu nennen sind dabei sicherlich wieder die Handballer von der Eickener Spielvereinigung mit ihrem in Katlenburg bestens bekannten Trainer Maik Rapczinski. Die Eickener haben den Siegerpokal des B-Turniers im Januar 2019 zum dritten Mal gewonnen, damit hat dieser jetzt seinen festen Platz im Pokalschrank der Eickener Handballer gefunden. Um den neu gestifteten Wanderpokal bewerben sich neben der 2. Mannschaft der gastgebenden HSG Rhumetal auch die Mannschaften der HSG Wesertal (Landesliga Nordhessen) und der HSG Schoningen/Uslar/Wiensen, das wie die Gastgeber in der Landesliga Braunschweig auf Punktejagd geht. Wie schon im Vorjahr gibt auch der in der Landesliga Hannover beheimatete TV Eintracht Sehnde wieder seine Visitenkarte in der Burgberghalle ab. Das Teilnehmerfeld komplettiert die SG Spanbeck/Billingshausen, dessen Mannschaft neben dem Schoninger Team dafür sorgen wird, dass in diesem Turnier eine ordentliche Portion Lokalkolorit enthalten ist.

Mit diesen beiden Teilnehmerfeldern wird allen Handballenthusiasten in Südniedersachsen und den umliegenden Regionen ein echtes Handball-Highlight geboten, das die Vorfreude auf erfolgreich und sehenswerte Spiele in der Rückrunde der Handballsaison 2019/20 noch einmal steigern wird.

Die Turnierdaten zusammengefasst im Kürze:
36. Harz Energie-Silvestercup der HSG Rhumetal
Austragungsort: Burgberg-Sporthalle, Burgbergschule 1, 37191 Katlenburg-Lindau (OT Katlenburg)

A-Turnier am Samstag, 4. Januar 2020, Beginn: 12.00 Uhr.
Teilnehmer: TuS Vinnhorst (3. Liga Nord-Ost, Titelverteidiger), Füchse Berlin A-Jugend (Jugendhandball-Bundesliga Ost), GSV Eintracht Baunatal (3. Liga Mitte), Dessau-Rosslauer HV, 3. Liga Nord-Ost), TV 1887 Stadtoldendorf (Oberliga Niedersachsen), HSG Rhumetal 1 (Verbandsliga Niedersachsen).

B-Turnier am Sonntag, 5. Januar 2020, Beginn: 10.00 Uhr.
Teilnehmer: Eickener SpVgg (Landesliga Weser-Ems, Titelverteidiger), HSG Schoningen/Uslar/Wiensen (Landesliga Braunschweig), HSG Wesertal (Bezirksoberliga Hessen), SG Spanbeck/Billingshausen (Landesliga Braunschweig) TV Eintracht Sehnde (Landesliga Hannover), HSG Rhumetal 2 (Landesliga Braunschweig).

Foto: Sieger 2019 TuS Vinnhorst

 

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