Indiskutable Leistung führt zur nächsten Niederlage

Oberliga allgemein
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Die SG VTB Altjührden verliert nach einer indiskutablen Leistung auch das erste Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Christian Schmalz. Mit 37:28 (18:18) verlor man bei der HSG Delmenhorst, die nun punktemäßig in der Tabelle zu den Varelern aufgeschlossen hat.

Der sportliche Leiter Christoph Deters hatte der Mannschaft unter der Woche das Training und die die Vorbereitung auf das Spiel gegen Delmenhorst nahezu komplett überlassen, in der Hoffnung, die Mannschaft hätte verstanden, dass sie es jetzt sind, die den Karren aus dem Dreck ziehen müssen. Leider zeigte die Mannschaft nicht die erhoffte Reaktion.

Zwar begannen die Vareler äußerst euphorisch, arbeiteten aggressiv im Abwehrzentrum und konnten die Ballgewinne zu leichten Toren im Tempospiel nutzen. Beim 6:3 nach sechs Minuten schien der Matchplan aufzugehen, doch Delmenhorst ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Drei Pfostentreffer und zwei weitere Fehlwürfe der Altjührdener nutzte der Gastgeber zu vier Toren in Folge und führten ihrerseits mit 7:6. Während die Gäste meist nach Ballgewinnen zu schnellen Toren durch den erweiterten Gegenstoß kam, stellten die Delmenhorster die Abwehr von Altjührden regelmäßig mit variablem Angriffsspiel vor große Probleme und brachten immer wieder ihre Außen in gute Positionen. Diese nutzen ihre Chancen über das gesamte Spiel zu 100 %, so dass Linksaußen Mario Reiser mit 9 Toren erfolgreichster Schütze seines Teams wurde. Das Spiel blieb weiter ausgeglichen und beide Mannschaften drückten kräftig aufs Gaspedal. Nach dem 8:8 konnte Varel meistens vorlegen, sich aber nie entscheidend absetzen. Zu löchrig war der Abwehrverbund und auch ein Torwartwechsel von Finn Schwagereit zu Rasmus Orts brachte keine erhoffte Steigerung auf dieser Position. Über 12:12 und 14:14 ging es schließlich mit 18:18 in die Kabinen.

Nach der Pause legte die HSG zunächst mit 20:18 vor, ehe Varel mit vier Toren in Folge auf 22:20 konterte. Doch dann riss im Spiel der Gäste komplett der Faden. Zahlreiche Fehlwürfe, teils aus besten Positionen – z. B. 2x vom Kreis und einen 7 m wurden ausgelassen – oder Fehlpässe direkt in die Hände der Gegner sorgten für eine 13-minütige Torflaute seitens der Gäste. Und da auch die Abwehr über die kompletten 60 Minuten nie zu gewohnter Stabilität fand, nutzte Delmenhorst diese Phase zu einer 29:22 Führung (49. Minute). Auch eine Auszeit konnte den 9:0-Lauf der Gastgeber nicht durchbrechen. Erst ein Doppelschlag vom Jonas Rohde, der als einziger im Angriff 100-prozentigen Willen und Einsatz zeigte und mit acht Toren bester Schütze seines Teams war, löste die Vareler Schockstarre. Doch zwei schnelle Tore der HSG zum 31:24 siebeneinhalb Minuten vor Schluss sorgte für die endgültige Entscheidung. Altjührden versuchte es zwar noch mit einer 4 + 2 Abwehr und damit die vermeintlich gefährlichsten Angreifer der Delmenhorster Jörn Johannsen und Tim Coors aus dem Spiel zu nehmen, doch diese Maßnahme erwies sich als nutzlos.

Nun schloss Delmenhorst jeden Angriff mit einem Tor ab und feierte am Ende einen auch in der Höhe verdienten Erfolg. Auf Seiten der Vareler sah man weitestgehend ratlose Gesichter, die sprachlos ins Leere starrten und nach Antworten suchten. „Vorne machen wir es teilweise gar nicht schlecht, wir hatten auch noch fünf oder sechs Pfostentreffer. Aber was für hinten verteidigen, spottet jeder Beschreibung. 37 Gegentore sprechen Bände,“ resümierte ein fassungsloser sportlicher Leiter Christoph Deters. Auch die Spieler wussten keine Antwort auf diese Leistung. Ob Kapitän Kai Schildknecht, Regisseur Dennis Summa oder Routinier Michael Schröder wussten nicht, wie sie die zuvor gezeigte Nicht-Leistung erklären sollten. Leider war in Sachen Körpersprache, Aggressivität und Einsatzfreude kein Fortschritt zum Spiel aus der Vorwoche zu verzeichnen. Was bleibt, ist eine völlig verunsicherte Mannschaft, die möglichst schnell den Schalter umlegen muss. In der derzeitigen Verfassung bleibt zu hoffen, dass es den Vareler Verantwortlichen gelingt, kurzfristig eine vernünftige Trainer-Lösung finden und diese dazu führt, dass die Mannschaft ihr wahres Leistungsvermögen wieder abrufen kann.

Unterdessen wurde am Samstag Abend der Gegner der SG VTB/Altjührden im Viertelfinale des Deutschen Amateurpokals bekannt. Am 22.02. genießen die Friesländer Heimrecht und empfangen zu gewohnter Zeit um 19:30 die SG Wift Neumünster in Altjührden. Der Oberligist aus Schleswig-Holstein setzte sich am Abend mit 30:23 gegen die TSG Wismar durch. Aus diesem Grund wurde schon im Vorfeld das eigentlich an diesem Tag geplante Punktspiel gegen den TuS Rotenburg verlegt. Diese Spiel findet nun am Mittwoch, den 11. März um 20:30 Uhr in der Mannfred Schmidt Sporthalle statt. „Da wir den Termin mit unseren Gästen absprechen müssen und auch die Halle frei sein muss, haben wir leider keinen anderen Termin als unter der Woche gefunden. Wir hoffen trotzdem, dass unsere Fans diesen Termin annehmen und uns wie gewohnt unterstützen,“ erklärte Pressesprecher André Seefeldt.

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Letzte Aktualisierung: 24.02.2020 03:05:11
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