Recken enttäuschen

Foto: Uwe Serreck

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Timo Kastening trat nach dem enttäuschenden 27:27 (14:14) im Gruppenspiel des EHC-Cups gegen Grundfos Tatabanya wütend in die Auswechselbank und die Ungarn feierten das Unentschieden bei der TSV Hannover Burgdorf schon wie den Einzug ins Viertelfinale.

Zehn Sekunden vor dem Ende zerstörte Adam Juhasz mit einem humorlosen Wurf in den linken Winkel alle Hoffnungen der Recken, die mit 3:5 Punkten nach den ersten vier Gruppenspielen ein mittleres Wunder zum Weiterkommen benötigen.

3521 Zuschauer in der Swiss-Life Hall sahen ein wildes Spiel, in dem sich die Recken mit einer schlechten Chancenverwertung und „haarsträubenden technischen Fehlern“, wie Trainer Carlos Ortega hinterher feststellte, um die Früchte ihrer guten Abwehrarbeit brachten. Zehn Minuten vor dem Ende griff Ortega beim 22:25 in einer Auszeit zum letzten Mittel und stellte auf eine offensivere 5:1-Deckung um. Tatsächlich verloren die meist auf Tempover-schleppung bedachten Ungarn den Kopf und der bis dahin enttäuschende Morten Olsen feuerte die Kugel zweimal unnachahmlich zum 27:26 in die Maschen. Ausgerechnet beim letzten Wurf gönnte sich die Recken-Abwehr dann ein Nickerchen.

Begonnen hatte das Spiel nach dem Geschmack der Fans. Fabian Böhm traf mit dem ersten Wurf zum 1:0, dann scheiterten Timo Kastening von außen und per Siebenmeter sowie Christian Ugalde nacheinander am Aluminium. Weil sich Morten Olsen zwei technische Fehler erlaubte, führten die Ungarn mit 6:4 (10.). Bezeichnend: Ortega brachte Vincent Büchner für Ugalde – eine Ohrfeige für den Champions-League-Sieger. Es folgte die stärkste Phase der Recken, die endlich ins Tempo kamen und durch den Doppelpack von Kai Häfner mit 11:8 in Führung gingen. Sicherheit gab der Vorsprung nicht – im Gegenteil: es blieb ein Spiel der Fehler und vergebenen Chancen. Tatabanya „bedankte“ sich mit dem 12:14. Mit einer Energieleistung erzwangen die Recken vor der Pause zumindest den Ausgleich.

Einen Aufreger gab es noch nach der Pausensirene. Tatabanyas Linksaußen feuerte die Kugel unmotiviert auf das Hannoveraner Tor und traf Urban Lesjak. Es folgte eine Rudelbildung aber nicht die berechtigte Rote Karte. Bezeichnend für die schwache Leistung der rumänischen Schiedsrichter, die nur selten während der 60 Minuten auf der Höhe des Geschehens waren. Daran lag es aber nicht, dass die Hannoveraner auch nach Wiederanpfiff eine 19:17-Führung (40.) fahrlässig aus der Hand gaben. Der einzige der zuverlässig traf, war Veit Mävers, der fünf Siebenmeter eiskalt verwandelte.

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